Unsere Partei wächst und im Zuge des angestiegenen Interesses an der Parteimitgliedschaft, kommen einige Beitrittsfragen vermehrt vor. In diesem Artikel nehmen wir ausführlich Stellung zu  drei typischen Themenbereichen.

Die drei häufigsten Fragen, die uns in diesem Jahr per Mail und auf Social Media gestellt wurden, betreffen zum einen den Zusammenhang von Parteimitgliedschaft und Religionszugehörigkeit sowie die Sorge, die Partei könne überlaufen werden. Dazu kurz: Wir agieren im Sinne eines gesunden Wachstums und wollen ganz klar unsere demokratischen, produktiven Werte bewahren. Im ZENTRUM ist kein Platz für Menschen mit extremen oder gar extremistischen Haltungen. Die Konsequenz ist die Ablehnung von Beitrittsanträgen.

Das dritte Themengebiet betrifft unsere Haltung zur Abtreibung. Leider sind (aktuell) auf Wikipedia falsche Informationen angeführt, daher wollen wir an dieser Stelle unsere differenzierte Haltung zu diesem sensiblen Thema noch einmal ganz eindeutig darlegen.

Spielt die Religionszugehörigkeit eine Rolle?

Eine typische Frage, die uns von Menschen gestellt wird, die Interesse an einer Mitgliedschaft haben, lautet „Ist das ZENTRUM eine rein katholische Partei?“. Die Frage lässt sich dadurch erklären, dass die Deutsche Zentrumspartei ursprünglich durch den Zusammenschluss von katholischen Abgeordneten um 1870/1871 entstand. Eine deutliche katholische Prägung war damals entsprechend gegeben. Wie die Gesellschaft, so entwickelt sich natürlich auch eine Partei mit der Zeit und ihren Mitgliedern weiter. Seit der Gründung sind über 150 Jahre vergangen. Entsprechend lautet die Antwort:

Nein, die eigene Religionszugehörigkeit spielt im ZENTRUM keine Rolle.

Wer unserer Partei beitreten möchte, sei es als Vollmitglied oder als Förderer, wird im Aufnahmeantrag entsprechend auch keine Abfrage der Religionszugehörigkeit finden.

In unserem Grundsatzprogramm bekennen wir uns zu den christlich-jüdischen Wurzeln Europas und treten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ein.

Das Bekenntnis zu unserem Grundsatzprogramm ist eine zentrale Voraussetzung für die Mitgliedschaft. Die eigene Religionszugehörigkeit, sofern man eine Religion praktiziert, spielt hingegen ausdrücklich keine Rolle.

 

Wo sehen wir uns zwischen den Parteien?

Wir als Zentrumspartei verstehen uns als konservative Partei. Wir befürworten notwendige Neuerungen, betrachten aber nicht jede Zeitströmung als eine Änderungsnotwendigkeit. Veränderungen gehen wir gern durch kontinuierliche Verbesserung an, die Bewährtes bewahrt.

Wir gehen davon aus, dass andere demokratische Parteien ebenso wie wir davon überzeugt sind, dass ihr Programm und ihre politischen Vorstellungen das Beste für unser Land und unsere Bevölkerung sind und unterstellen ihnen auch im Falle anderer Schwerpunkte, Ziele und Umsetzungsideen, gute Absichten. Entsprechend möchten wir in einen fairen politischen Wettbewerb in gegenseitigem Respekt eintreten.

Vorgesagtes leitet uns auch in der Prüfung von Mitgliedsaufnahmen an. Wer davon überzeugt ist, dass Veränderungen auf parlamentarischem Wege nicht möglich sind, wer davon überzeugt ist, dass jede konservative politische Partei von langer Hand eines verschworenen Systems zerstört werden wird, wer den Glauben an das Entwicklungspotential unserer Demokratie bereits vollständig verloren hat und eher Revolution als Evolution ersehnt, ist in unserer Partei nicht erwünscht.

Wir setzen auf die Mitwirkungsmöglichkeiten unserer Demokratie. Was es dringend braucht, ist ein klares konservatives Angebot. Dafür stehen wir, die Zentrumspartei. Und wir heißen jeden, der unser Herangehen ebenso wie unser Grundsatzprogramm aus vollem Herzen unterschreiben kann, sehr herzlich willkommen.

Wie steht die Partei zum Thema Abtreibung?

Lebensschutz ist uns wichtig, dazu zählt ebenso das Leben der Mutter. Es gibt auf das hochkomplexe Thema keine absolute Antwort. Leider wird die Haltung des ZENTRUMs hierzu im Netz teilweise falsch dargestellt. Den geltenden, rechtlichen Rahmen halten wir für geeignet und stimmen mit diesem überein.

Im EU Parlament hat Herr Meuthen unsere Haltung zu dem moralischen Dilemma verdeutlicht. Schauen Sie sich hier das Video an:

Sollten Sie weitere Fragen haben, dann kontaktieren Sie uns gerne.